Montag, 7. November 2011

4 Tage Kubitzer Bodden / Strelasund

Vorgeschichte
Nach mehrmalig gescheiterten Reiseplanungen nach Schweden dem Hecht nachzustellen, kam mir die Idee es mal auf einem der Bodden auf Rügen zu versuchen. Da ich als kleiner Junge mit meinem Vater schon 2 mal da war, jedoch nur 1 Hecht verzeichnen konnte, war das Reiseziel bis zum jetzigen Zeitpunkt eigentlich kein Thema. Da wir aber nur 4 Tage zur Verfügung hatten, war Schweden halt zu weit. Als ich die Idee meinem Kumpel Peter vorschlug, sah ich etwas Skepsis in seinem Gesicht. Also habe ich hin und her überlegt, und entschloss mich die Tour mit einem Guide durchzuführen. Nun hieß es Preise im Internet vergleichen und ich entschied mich schnell für www.angeln-nord-ost.de. Die Kommunikation mit Jan (der Guide) verlief sehr gut. Somit war schnell klar, dass auf dem Kubitzer Bodden und Strelasund gefischt wird. Ausgangshafen war Altefähr auf Rügen…

… Am 26.10.11 starteten wir gegen 15 Uhr, und es lagen 650 km vor uns. Mit einem 1,5 stündigen Aufenthalt bei Moritz Nord kamen wir etwas verspätet gegen 23 Uhr in unserer Ferienwohnung an. Schnell noch Sachen aus dem Auto geladen, Betten bezogen und ab ins Bett. Schließlich sollte es am nächsten Morgen um 8:30 losgehen. Wir trafen pünktlich am Hafen ein. Das Boot war schnell gefunden, wo Jan schon auf uns wartete. Auf dem Wasser war sehr viel Nebel. Sichtweite unter 50m. Jan sagte uns, dass wir in Ruhe alles auspacken sollen, denn wir müssten sowieso noch auf einen Kollegen von ihm warten, und außerdem müsste der Nebel erstmal etwas verziehen. Nach 30min kam auch Marco (unser vierte Mann an Bord). Der Nebel lockerte nicht auf und es schien auch keine Besserung in Sicht. Jan entschied sich das Seegebiet langsam anzufahren. Nach 15min kamen wir dort an. Peter und Jan fingen ein paar kleine Hechte zwischen 50 und 70cm. Nichts großes, aber die Anzahl konnte sich sehen lassen. Als wir das nächste Seegebiet ansteuerten öffnete ich erstmal eine Flasche Bier, denn das sollte in den nächsten Tagen entscheidend sein. In der Drift fing ich 3 schöne Hechte. Der größte war 81cm lang, und sehr gut ernährt. Den Rest des Tages fingen alle Vier noch weitere Hechte und Barsche.
Der nächste Morgen sollte noch erfolgsversprechender werden, und die Fische sollten noch etwas Größer werden. Der Nebel und Wind war auch weniger als am vorherigen Tag. Also ging es wieder gegen 8:30 los aufs Wasser. Diesmal war Marco nicht dabei, sondern Roland (Ich glaube er hieß Roland). Vormittags fing Roland 2 Hechte. Jan, Peter und Ich nichts. Außer ein paar Fehlbissen war der Vormittag sehr ruhig. Das Problem war, dass der Wind gedreht hat, und die Strömung aus einer anderen Richtung kam bzw. teilweise garnicht vorhanden war. Jan fing nachmittags noch 2 bis 3 Hechte, und auch ich konnte mich mit einem Minihecht gegen 15 Uhr entschneidern. Mittlerweile kam die Sonne raus, jedoch brachte das auch nicht mehr Fisch. Peter ging an diesem Tag leer aus.
Somit begann der dritte und letzte Guidingtag, denn am vierten Tag wollten wir es ohne Guide versuchen. Wieder ging es um 8:30 los. Diesmal war Marco wieder mit an Bord.
Diesmal fuhren wir tiefer in den Strelasund, sodass Jan uns die Angelplätze zeigen konnte, wo wir am nächsten Tag mit dem 5PS Boot angeln können. Wir versuchten etwas tiefer zu angeln, um ein paar Zander zu überlisten. Also kamen kleine Gummifische zum Einsatz. Die ersten zwei Driften verliefen für mich erfolglos. Somit musste wohl wieder die Flasche Bier zum Einsatz kommen. In der dritten Drift konnte ich dann auch gleich 2 Hechte verzeichnen. Den Rest des Tages konnte ich nurnoch einen Hecht überlisten. Peter, Jan und Marco gaben heute klar das Maß vor. Jan konnte an diesem Tag seinen sehr schönen Zander sein eigen nennen. Zum Schluss zeigte uns Jan noch weitere Angelplätze in der Nähe des Hafens von Stralsund, den die Mietboote liegen im Hafen von Stralsund. Das war jedoch kein Problem, weil es gerade mal 9km bis dorthin war.
Nach den drei Guidingtagen hatten wir zu viert ca. 40 Fische und unzählige Fehlbisse, da selbst die Hechte sehr vorsichtig bissen. Die Größe der Hechte lag zwar nur bei 60 bis 80cm, jedoch waren die alle Fische sehr gut im Futter.
Am letzten Tag ging es um 8 Uhr los. Nach 4 bis 5 gescheiterten Driften war Peters Stimmung am Tiefpunkt. Wir entschlossen uns etwas weiter in den Strelasund zu fahren.
Dort fing ich dann auch gleich meinen ersten 70er Hecht. Leider musste ich diesen mitnehmen, da er den Köder sehr tief geschluckt hatte. Kurze Zeit fing auch Peter einen Zander, welcher aber 1cm unter dem Mindestmaß lag. Fuhren die Drift mehrmals neu an, und auf 7m tiefe bekam ich einen biss. An die Oberfläche kam ein 55 cm Zander (mein zweiter Zander im Leben). Peter fing noch einen Barsch und einen Hecht, und ich durfte auch noch einen kleinen Hecht zurück in den Sund setzen.
Fazit
Die vier Tage brachten echt sehr viel Fisch an die Oberfläche. Natürlich hätten die Fische etwas größer sein können, aber die Menge und mein Zander konnten das wieder rausreißen. Ich hatte mir vorgenommen keinen Fisch mitzunehmen, jedoch waren es am Ende drei Stück. Nach dem erfolgreichen Ausflug habe ich mich sofort entschieden nächstes Jahr wieder mit Jan und hoffentlich Peter und Marco auf Hecht- und Zanderjagt zu gehen. Nochmal ein Danke an Jan, der sich wirklich Mühe gegeben hat uns den Fisch an den Haken zu bringen, und an Marco, der echt jederzeit hilfsbereit war.

Gruß Patrik









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